22. Böblinger Orgelfrühling 2017

30. April - 25. Juni

Programm

Sonntag, 30.04.2017
11.00 Uhr
[St. Bonifatius]
Eröffnungsgottesdienst
Hans-Jürgen Werner, Flöte
Hubertus Kless, Orgel
Sonntag, 30.04.2017
20.00 Uhr

Details
[St. Bonifatius]
Viola und Orgel
Semjon Kalinowsky, Lübeck (Viola)
Paul Kayser, Luxemburg-Stadt (Orgel)
  • Louis Lewandowski (1821-1894)
    • Fest-Praeludium Nr.1 zu Rosh Hashannah (Orgel Solo)
  • Joseph Gabriel Rheinberger (1839-1901)
    • Präludium c-moll aus der Suite op. 166 (Viola und Orgel)
  • Max Bruch (1838-1920)
    • Kol Nidre op. 47
    • „Adagio ma non troppo" (Viola und Orgel)
  • Jehan Alain (1911-1940)
    • „Les Fêtes de l'Année Israelite“ (Orgel Solo)
  • Joseph Sulzer (1850-1926)
    • Sarabande op. 8 (Viola und Orgel)
  • Friedrich Gernsheim (1839-1916)
    • Elohenu-Hebräischer Gesang für Viola und Orgel
    • „Andante sostenuto“
  • Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
    • Orgelsonate op.65 Nr.6
    • 1 Satz „Andante sostenuto“
  • Fernand Halphen (1872-1917)
    • Prière (Viola und Orgel)
  • Ernest Bloch (1880-1959)
    • Prayer aus „Jewish Life“(No. 1)
    • “Andante moderato”
  • Paul Kayser (*1979)
    • Improvisation
  • Henry Eccles (1671-1742)
    • Kirchensonate g-Moll für Viola und Orgel
    • I. Largo
    • II. Allegro (Corrente)
    • II. Adagio
    • IV. Allegro vivace
Sonntag, 14.05.2017
20.00 Uhr

Details
[St. Maria]
Orgelkonzert
Andreas Schweizer, Böblingen (Orgel)
  • Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
    • Allein Gott in der Höh sei Ehr (BWV 715)
  • César Franck (1822 - 1890)
    • Andantino in g-moll
  • Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
    • Praeludium und Fuge in Es-Dur (BWV 552)
  • Dietrich Buxtehude (1637 – 1707)
    • Toccata in F-Dur (BuxWV 156)
  • Théodore Dubois (1837 – 1924)
    • In Paradisum (aus „Douze Pièces nouvelles“)
  • Andreas Schweizer (*1984)
    • Salve Regina
  • Franz Liszt (1811- 1886)
    • Praeludium und Fuge über B-A-C-H
Sonntag, 28.05.2017
20.00 Uhr

Details
[St. Maria]
Orgel und Gesang
Tobias Meyer, Hannover (Tenor)
Johannes Lienhart. Berlin (Orgel)
  • Das Duo Musiconie in Böblingen - eine biblische Reise in sechs Bildern
  • 1. Freiheit
  • Charles Villiers Stanford (1852-1924)
    • Bible songs Op. 113 Nr. 1: Song of Freedom: 126. Psalm
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750)
    • Präludium und Fuge in a- Moll BWV 543
  • 2. Vertrauen
  • Charles Villiers Stanford (1852-1924)
    • Bible songs Op. 113 Nr. 2: Song of Trust: 121. Psalm
  • Improvisation für Gesang und Orgel über „Dear Lord and Father“ von Hubert Parry (1848-1918) mit abschließendem Choral in Originalform
  • Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901)
    • „Seht, welche Liebe“ aus „Sechs geistliche Gesänge“ op. 157
  • 3. Hoffnung
  • Charles Villiers Stanford (1852-1924)
    • Bible songs Op. 113 Nr. 3: Song of Hope: 130. Psalm
  • Georg Friedrich Händel (1685-1759)
    • Rezitativ „Comfort ye“
    • Aria „Every valley“
  • 4. Frieden
  • Charles Villiers Stanford (1852-1924)
    • Bible songs Op. 113 Nr. 4: Song of Peace: Jesaja 11
  • Bernardo Storace (1637-1707)
    • Balletto
  • 5. Kampf
  • Charles Villiers Stanford (1852-1924)
    • Bible songs Op. 113 Nr. 5: Song of Battle: 124. Psalm
    • Improvisation zum 124. Psalm: 2 Hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt, /als sich gegen uns Menschen erhoben,
      • 3 dann hätten sie uns lebendig verschlungen, / als gegen uns ihr Zorn entbrannt war.
      • 4 Dann hätten die Wasser uns weggespült, / hätte sich über uns ein Wildbach ergossen.
      • 5 Dann hätten sich über uns die Wasser ergossen, / die wilden und wogenden Wasser.
      • 6 Gelobt sei der Herr, / der uns nicht ihren Zähnen als Beute überließ.
      • 7 Unsre Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen; / das Netz ist zerrissen und wir sind frei.
    • 6. Weisheit
    • Charles Villiers Stanford (1852-1924)
      • Bible songs Op. 113 Nr. 6: Song of Wisdom: Jesus Sirach 24,3f
    • Johannes Lienhart (*1990)
      • Ave Maria
    • Franz Schubert (1797-1828)
      • An den Mond Op. 57,3 (D. 193)
    Sonntag, 25.06.2017
    9.45 Uhr
    [St. Maria]
    Abschlussgottesdienst
    Chor der katholischen Gesamtkirchengemeinde Böblingen
    Leitung: Andreas Schweizer
    Sonntag, 25.06.2017
    20.00 Uhr

    Details
    [St. Maria]
    Orgelkonzert
    Heinrich Walther, Freiburg (Orgel)
    • Antonio de Cabezon (1510-1556)
      • Salve Regina
    • Johann Sebastian Bach (1685-1750)
      • Aus der Kunst der Fuge:
      • -Contrapunctus 1
      • -Contrapuctus 4
      • -Contrapunctus 10
    • Jean Pierre Leguay (*1939)
      • Aus „10 Préludes“: Prélude 17
    • Jose María Usandizaga (1887-1915)
      • Suite A Dur für Orchester* (1904)
      • Prélude, Menuet, Sarabande, Final
    • Xavier Darasse (1934-1992)
      • Organum V (1983)
    • César Franck (1822-1890)
      • Aus der Sinfonischen Dichtung „Psyché“*:
      • -Le chatiment (Quasi Lento)
      • -Souffrances et Plaintes de Psyché (Lento)
      • -Apothéose**
    • Transcriptionen für Orgel: 2014*, 2016**

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    Paul Kayser

    geboren 1979 in Luxemburg-Stadt, erhielt seit 1985 seine musikalische Grundausbildung am dortigen Konservatorium, wo Pierre Nimax jr. (Orgel) und Alexandre Muellenbach (Komposition) seine einflussreichsten Lehrer waren.

     

    Den Studiengang "katholische Kirchenmusik" und ein künstlerisches Aufbaustudium im Fach Orgel schloss er an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main ab, u.a. in den Klassen von Prof. Martin Lücker und Prof. Daniel Roth (Orgel), Prof. Gerd Wachowski (Liturgisches Orgelspiel), Prof. Winfried Toll (Chorleitung). Ein weiteres Aufbaustudium in Improvisation folgte an der „Universität der Künste Berlin“ bei Prof. Wolfgang Seifen, das er mit dem „Konzertexamen in Orgelimprovisation“ abschloss.  Diese Ausbildung wird ergänzt durch die Teilnahme an etlichen Meisterkursen  : u.a. bei Jean Boyer, Theo Brandmüller, Thierry Escaich, Lorenzo Ghielmi, Naji Hakim, Olivier Latry, Loïc Mallié, Pierre Pincemaille, Gillian Weir. Im Jahr 2001 wurde Paul Kayser Preisträger beim Wettbewerb um den Förderpreis für Orgelimprovisation des Internationalen Orgelfestivals Fugato in Bad Homburg v. d. Höhe sowie Preisträger im Jahr 2007 beim Improvisations-Wettbewerb „Orgel ohne Grenzen“.

     

    Aufgewachsen an der berühmten Stahlhuth/Jann-Orgel in St-Martin in Düdelingen (Luxemburg) ist Paul Kayser heute Organist an den Kirchen St-Alfons in Luxemburg-Stadt und an der Sankt-Willibrordus-Basilika in Echternach. Desweiteren unterrichtet er Orgel, Orgelimprovisation und Tonsatz an den Musikschulen in Echternach und Niederkerschen.

    Stetige Konzerttätigkeit im In-und Ausland, Rundfunkaufnahmen, CD-Einspielungen.

     

     

    Semjon Kalinowsky

    geboren in der Ukraine, erhielt er mit 5 Jahren seinen ersten Violinunterricht bei seinem Vater und errang bald mehrere Preise bei verschiedenen Wettbewerben. Erste öffentliche Auftritte und das Orchesterdebüt im Alter von 13 Jahren.

    Mit 17 wechselte er schwerpunktmäßig zur Bratsche und trat 1979 in das Diplomstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik Lemberg ein. Das Studium bei Prof. Z. Daschak schloss er 1984 mit der künstlerischen Reifeprüfung und dem Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Als Stipendiat des Polnischen Kulturministeriums ging er für weitere Studien nach Danzig, wo er an der Staatlichen Musikakademie sein Aufbaustudium absolvierte.

    Als leidenschaftlicher Vertreter seines Instruments, versucht er durch seine rege

    Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker in Osteuropa, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz die Viola von der Patina der abschätzigen Vorurteile zu befreien.

    Als Bearbeiter und Herausgeber hat er in Zusammenarbeit mit renommierten Musikverlagen dazu beigetragen, das Viola-Repertoire mit neuen Werken zu bereichern. Für seine Tätigkeit wurde er 1998 vom Präsidenten der Ukraine mit dem Titel „Verdienter Künstler der Ukraine“

    ausgezeichnet.Semjon Kalinowsky ist Initiator und musikalischer Leiter des Festival „Jüdische Kulturtage Lübeck“

    Andreas Schweizer

    Andreas Schweizer, geb. 1984, ist als Kirchenmusiker der katholischen Gesamtkirchengemeinde in Böblingen tätig. Er studierte an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg a. Neckar: Orgelliteratur bei Prof. Wolfram Rehfeldt; Orgelimprovisation bei Prof. Gerd Kaufmann. 2010 schloss er den Diplomstudiengang „katholische Kirchenmusik (B)“ mit Auszeichnung ab. Er besuchte verschiedene Meisterkurse bei Prof. Wolfgang Seifen, Prof. Almut Rössler, Prof. Dr. Richard Marlow und Prof. Wolfgang Rübsam.

    Neben seiner kirchenmusikalischen Tätigkeit ist Andreas Schweizer auch als Komponist und Arrangeur für verschiedene Blasmusikformationen tätig. Ein Großteil seiner Kompositionen ist bereits im Druck erschienen und auf Tonträgern eingespielt worden.   

    Johannes Lienhart

    Johannes Lienhart studierte Kirchenmusik (B) an der HfKiM Rottenburg, wo er 2012 mit Auszeichnung und als Jahrgangsbester sein Diplom erhielt. In dieser Zeit, im Jahr 2010, gewann er einen Ersten Preis beim Internationalen Orgelwettbewerb in Epinal, FR.

    Von August 2011 an weilte er als Stipendiat der Joseph- Eberle- Stiftung in Valparaiso, IN, USA, wo er ein Auslandssemester an der Valparaiso University ablegte. Hier ist vor allem seine Tätigkeit als assistant conductor des Universitätsorchesters erwähnenswert. Wieder in Deutschland, gewann er im Oktober 2012 den Publikumspreis des Internationalen Orgelimprovisationswettbewerbs in Schlägl, AU.

    Ab April 2013 ergänzte er seine Ausbildung mit dem kirchenmusikalischen Studiengang Master of Music in Freiburg, womit er seinem Orgelprofessor Helmut Deutsch zum Oktober 2013 an die MH Stuttgart folgte. Ein Deutschlandstipendium des Landes Baden- Württemberg 2014 erhielt er für ein Jahr.

    Von August 2014 bis Juni 2015 studierte er über das Erasmus- Austauschprogramm am königlichen Musikkonservatorium Kopenhagen, das er mit dem erfolgreichen Abschluss als Master of Music in Kirchenmusik (A) zurück in Stuttgart im Februar 2016 abrundete.

    Seit April 2016 studiert er Orgelimprovisation bei Prof. Wolfgang Seifen an der UdK Berlin. In jüngster Zeit ist Lienhart vermehrt kompositorisch tätig, so komponiert er Werke für Chor, Orgel, Sologesang und verschiedene Orchesterbesetzungen. Im Sommer 2016 war Lienhart einer von sechs Solisten beim internationalen Stummfilm-Festival im Kino Babylon Berlin. Auch darüber hinaus musiziert er vielseitig im Berliner Raum.

     

    Tobias Meyer

    Tobias Meyer begann seine musikalische Ausbildung in der Hildesheimer Dommusik. Seinen ersten Klavier- und Orgelunterricht erhielt er bei Domkantor Dr. Stefan Mahr und sammelte unter der Leitung von Dommusikdirektor Thomas Viezens im Domchor, Kammerchor und der Schola Gregoriana chorische Erfahrungen. Schon während seiner Schulzeit sang er in namhaften Chören und professionellen Ensembles, wie z.B. dem Landesjugendchor Niedersachsen (Prof. Jörg Straube, Robert Sund u.a.), dem Jungen Vokalensemble Hannover (Prof. Klaus-Jürgen Etzold) und dem Vokalsolistenensemble Gli Scarlattisti (Prof. Dr. Jochen Arnold). Er gründete im Jahr 2008 den Kirchenchor St. Elisabeth in Hildesheim und gestaltete mit diesem Chor regelmäßig Konzerte und führte anspruchsvolle Chorworkshops durch.

    Meyer studierte Kirchenmusik an der HfKiM Rottenburg, das er 2015 erfolgreich mit dem Diplom abschloss. Des weiteren studierte er Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart (Bernhard Gärtner) und führt zur Zeit sein Studium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (Prof. Dr. P.A. Ling) fort. Im Jahr 2011 rief er das Vokalensemble Concentus Juvenum ins Leben, welches sich hauptsächlich aus aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Landesjugendchores Niedersachsen zusammensetzt.

    Er ist Mitglied im Kammerchor Stuttgart (Prof. Frieder Bernius), dem Freiburger Vokalensemble (Prof. Wolfgang Schäfer) und seit September 2015 künstlerischer Leiter des Kammerchores ExVocal Esslingen. Diverse CD-Aufnahmen des Carus-Verlages und anderer Verlage unterstreichen seine Tätigkeit als Chorsänger und Solist. Zahlreiche Workshops und Meisterkurse, u.a. bei John Rutter, Bob Chilcott und Prof. Morten Schuldt-Jensen erweitern seinen Horizont im Bereich Chorleitung und Gesang.

    Heinrich Walther

    Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg. Klavierdiplom 1983, Künstlerische Reifeprüfung Orgel 1983, Orgel bei Zsigmond Szathmary. A-Examen für Kirchenmusik 1985.Als Stipendiat des DAAD Studium bei Xavier Darasse am Conservatoire de Toulouse 1983-84, dort „Premier Prix à l'Unanmité du jury“ 1984, anschließend weiterführende Studien in Dallas/Texas (1985-86), Orgel bei Robert Anderson und Larry Palmer. Preisträger bei Internationalen Wettbewerben für Orgel 1986 in San Antonio/Texas und 1987 in Nürnberg (ION).Intensive Konzert - und Aufnahmetätigkeit, vorwiegend an der Orgel, sowie an Clavichord, Virginal, Cembalo und Flügel.

    Auftritte bei Festivals und Musikzentren in Europa und außerhalb; Gastdozent bei Kursen für Orgelinterpretation; Rundfunkaufnahmen und 20 CDs.Teils veröffentlichte eigene Transkriptionen für Orgel (Werke von Bach, Mozart; Mendelssohn Franck und Reger).

    Seit 1989 Dozent für Partiturspiel an der Staatlichen Musikhochschule Freiburg, seit 1994 Dozent für Orgel an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg, außerdem von 1998-2000 an der Musikhochschule Felix Mendelssohn-Bartholdy in Leipzig und seit 2002 an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg. Lehrtätigkeit im Rahmen von Meisterkursen. Seit 2006 Organist an der Evangelischen Kirche St. Matthieu in Colmar.