24. Böblinger Orgelfrühling 2019

28. April - 23. Juni

Die Musiker

Andreas Schweizer

Andreas Schweizer, geb. 1984, ist als Kirchenmusiker der katholischen Gesamtkirchengemeinde in Böblingen tätig. Er studierte an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg a. Neckar: Orgelliteratur bei Prof. Wolfram Rehfeldt; Orgelimprovisation bei Prof. Gerd Kaufmann. 2010 schloss er den Diplomstudiengang „katholische Kirchenmusik (B)“ mit Auszeichnung ab. Er besuchte verschiedene Meisterkurse bei Prof. Wolfgang Seifen, Prof. Almut Rössler, Prof. Dr. Richard Marlow und Prof. Wolfgang Rübsam.

Neben seiner kirchenmusikalischen Tätigkeit ist Andreas Schweizer auch als Komponist und Arrangeur für verschiedene Blasmusikformationen tätig. Ein Großteil seiner Kompositionen ist bereits im Druck erschienen und auf Tonträgern eingespielt worden.   

Sonntag, 28.04.
19.00 Uhr

[St. Maria]

  • Dietrich Buxtehude (1637 – 1797)
    • Es ist das Heil uns kommen her (BuxWV 186)
  • Johann Pachelbel (1653 – 1706)
    • Aria Tertia aus „Hexachordum Apollinis“
  • Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
    • Praeludium und Fuge in C-Dur (BWV 547)
  • Eugène Gigout (1844 – 1925)
    • Grand chœr Dialogue
  • Andreas Schweizer (*1984)
    • Es ist das Heil uns kommen her
    • I. Meditativo – II. Vivace festivo – III. Nebbioso
  • Jehan Alain (1911 – 1940)
    • Litanies
  • Alexandre Guilmant (1837 – 1911)
    • Sonate Nr.1 in d-moll
    • I. Introduction – II. Pastorale III. Finale

Anna und Elisabeth Rehfeldt

Anna (Jahrg. 1994) und Elisabeth Rehfeldt (Jahrg. 1991) waren beide Mitglieder  der Mädchenkantorei des Rottenburger Domes und da auch im Kantorendienst eingeteilt. Mehrere Jahre Gesangsunterricht bei Silke Kaiser in Nürtingen, die auch an der Hochschule in Rottenburg unterrichtet. Beim Wettbewerb "Jugend musiziert" waren sie mehrfach Preisträger, sind 2010 bis zum Bundeswettbewerb gekommen und haben dort in Lübeck als Gesangsduo einen dritten Preis erhalten. Auch 2012 waren sie wieder erfolgreich im Bundeswettbewerb in Stuttgart.  Seit 2013 haben beide Unterricht bei Fréderique Friess an der Musikhochschule in Stuttgart und konzertieren regelmäßig, wobei Anna dort Schulmusik mit Hauptfach Gesang studiert und in ihrem Hauptfach bereits die staatl. Abschlussprüfung absolviert hat.

Wolfram Rehfeldt

Wolfram Rehfeldt, geb. 1945 in Ravensburg, aufgewachsen in Ostrach. Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik in  Freiburg/Breisgau. 1968 staatl. Schulmusikexamen, 1970 A-Prüfung für katholische Kirchenmusik,1972 Privatmusiklehrerprüfung (Musikpädagogik). 1972 - 2010 Domorganist in Rottenburg/Neckar sowie Professor für Orgelliteraturspiel und Orgelimprovisation an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg. Konzerte im In und Ausland, Schallplatten und Rundfunkaufnahmen. Vielseitig kompositorisch tätig für Orgel, Klavier, Chor, Bläser, Kammerorchester, Lieder. Seit 1976 Orgelsachverständiger in der Diözese Rottenburg/Stuttgart.

 

Sonntag, 12.05.
19.00 Uhr

[St. Maria]

  • John Rutter (*1945)
    • "I will sing with the spirit”
  • Johann Gottfried Walther (1684 – 1748)
    • Concerto in F-Dur
    • I. Allegro
    • II. Adagio
    • III. Vivace
  • Felix Mendelssohn (1809-1847)
    • „Surrexit pastor bonus“
  • Antonio Vivaldi (1678-1741)
    • Adagio
  • Antonio Cesti (1623-1669)
    • “Intorno all‘ Idol mio”
  • Alexandre Guilmant (1837-1911)
    • Verset (Fantaisie)
  • Wolfram Rehfeldt (*1945)
    • „Ave Maria“
  • Sergej Rachmaninow (1873-1943)
    • Largo (2. Satz aus dem 4. Klavierkonzert)
    • Bearbeitung: W. Rehfeldt
  • Jean-Philippe Rameau (1683-1764)
    • Arietta aus „Hippolyte et Aricie“
    • Rossignols amoureux
  • J. S. Bach (1685-1750)
    • “Jesu bleibet meine Freude“
  • Leo Delibes (1836 – 1891)
    • Blumen-Duett (Dome epais)
  • Wolfram Rehfeldt (1945)
    • Toccata in G

Christiane Lux

Christiane Lux entstammt einer in musikalischer Hinsicht traditionsreichen thüringischen Familie. So pflegte beispielsweise ihr Urururgroßvater, der Komponist und Ruhlaer Stadtkantor Georg Heinrich Lux (1779-1861) eine Freundschaft mit Franz Liszt, der ihn mehrfach in Ruhla besuchte.

Ihr Ururgroßonkel Friedrich Lux (1820-1895) war "als Orgelvirtuose eine der herausragenden Erscheinungen seiner Zeit", wie der Mainzer Musikwissenschaftler Dr. Günter Wagner in einer Studie 1988 schreibt.

Christiane Lux studierte Kirchenmusik an der Evangelischen Kirchenmusikhochschule in Halle/Saale und schloss mit dem A-Examen ab. Danach folgten ein Cembalostudium bei Jon Laukvik an der Musikhochschule Stuttgart sowie ein Studium für Orgel/Alte Musik bei Andrea Marcon und Lorenzo Ghielmi an der Musikhochschule Trossingen. Nach ihrer Assistententätigkeit an der Marienkirche in Berlin war sie als Kirchenmusikerin an der Stadtkirche in Bitterfeld und an der Johanniskirche in Luckenwalde tätig. Seit 1994 lebt sie als freischaffende Musikerin in Stuttgart, Tübingen und jetzt in Staufen.

Als Solistin sowie als Continuo-Spielerin konzertierte Christiane Lux mit namhaften Orchestern wie beispielsweise der Internationalen Bachakademie Stuttgart unter H. Rilling, der Stuttgarter Philharmonie unter G. Feltz und dem Mecklenburgischen Barockorchester "Herzogliche Hofkapelle" zusammen mit dem NDR-Chor unter J. Moesus. Hinzu kommt eine langjährige Zusammenarbeit als Cembalistin und Organistin mit dem Schweriner Barockensemble Musica Instrumentalis sowie dem Schweizer Zinkenisten Hans-Jakob Bollinger, mit denen sie auch Rundfunk- und CD-Aufnahmen eingespielt hat. Außerdem ist sie Initiatorin und künstlerische Leiterin der Alte Musik-Konzertreihe Weilheimer Kammerkonzerte in Tübingen. Seit 2003 ist sie Dozentin an der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte in Schlüchtern und seit Oktober 2007 Dozentin im Fach Generalbass, seit Oktober 2011 in den Fächern Cembalo und Partiturspiel an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg.

Hans-Jakob Bollinger

Hans-Jakob Bollinger studierte moderne Trompete an der Musikhochschule Zürich-Winterthur. Nach mehreren Weiterbildungsaufenthalten in Schweden und den USA verlagerte sich sein musikalisches Interesse immer mehr Richtung Alte Musik und so studierte er in der Folge an   der Schola Cantorum Basiliensis Zink bei Bruce Dickey wie auch Barocktrompete bei Edward H. Tarr und Jean-François Madeuf sowie später an der Musikhochschule Genf beim Zinkenisten William Dongois.

Als Zinkenist arbeitet Hans-Jakob Bollinger mit verschiedenen Ensembles für Alte Musik (wie zum Beispiel den i barocchisti unter Diego Fasolis oder der Lautten Compagney Berlin) in Europa zusammen. Er spielte an renommierten Festivals für Alte Musik wie Tage Alter Musik, Innsbruck, Ambronnay und ‘Guideonum’ in Arrezzo.

1998 gründete H.-J. Bollinger il desiderio, ein Ensemble, das sich der Aufführung von Zinkenmusik in all ihren Facetten widmet.

Dazu ist er Mitglied bei der Capella Cæsarea, Ensemble für Alte Musik.

2005 erschien beim Verlag swisspan seine erste CD ‘La Giorgina‘ (zusammen mit Christiane Lux, Orgel) und er wirkte an mehreren Radio-, Fernseh- und CD-Aufnahmen mit.

Sonntag, 02.06.
19.00 Uhr

[St. Bonifatius]

  • Christian Erbach (1570 – 1635)
    • Canzona quarti toni (Zink & Orgel)
  • Girolamo Frescobaldi (1583 – 1643)
    • Toccata prima (I LIbro di Toccate 1637) für Orgel solo
  • Jakob Praetorius (1586 – 1651)
    • Choralbearbeitungen über „Vater unser im Himmelreich“ (Zink & Orgel)
  • Matthias Weckmann (1616 – 1674)
    • Fuga Primi toni in d (Orgel solo)
  • Giovanni Paolo Cima (ca. 1570 – 1622)
    • Sonate in d (Zink & Basso Continuo)
  • Bernardo Storace (1637 – 1707)
    • Capriccio sopra Ruggiero (Orgel solo)
  • Giovanni Battista Riccio (ca. 1570 – 1621)
    • Canzon (Zink & Orgel)
  • Bernardo Pasquini (1637 – 1710)
    • Toccata (Orgel solo)
  • Anthony Plog (* 1947)
    • Renaissance Riffs (Zink & Orgel)
  • Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
    • Concerto G-Dur, BWV 592
    • nach einem Concerto für Violine, Streicher & Basso Continuo.
    • von Johann Ernst Prinz von Sachsen-Weimar
    • (Allegro assai) – Grave – Presto (Orgel solo)
  • Andrea Falconiero (1585/86 – 1656)
    • El melo – La Benedetta – La Cuella – La suave
    • Melodia e su corrente – Il Rosso
    • für Zink & Basso Continuo

Stefan Palm

Stefan Palm legte an der Kölner Musikhochschule als bislang einziger Student drei Konzertexamen ab: neben dem Kirchenmusikexamen die Konzertexamen in Orgel, Cembalo und Klavier.

Als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes studierte er an der Juilliard School in New York und schloss dort sein Studium mit dem "Master of Music" ab.

Neben seinen Studien bei Peter Neumann, Michael Schneider, Ulla Graf und Lionel Party holte er sich den letzten Schliff bei Meisterkursen mit Marie-Claire Alain, Guy Bovet, Lionel Rogg, André Isoir, Luigi Fernando Tagliavini, Malcolm Bilson, Gustav Leonhart und Itzhak Perlman.

Schon während seines Studiums wurde er mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet: Internationaler Musikwettbewerb der ARD in München, Bach-Preis Wiesbaden, ION Nürnberg, Liszt-Wettbewerb Budapest, Karl Richter Wettbewerb Berlin, Internationaler Orgelwettbewerb Speyer etc.

Seine Auftritte als Solist oder begleitet von renommierten Orchestern wie dem Peking Symphony Orchestra (China), dem Radio-Symphonieorchester Wien (Österreich), dem Tallinn Chamber Orchestra (Estland), den Bochumer Symphonikern, der Nordwestdeutschen Philharmonie und der Musikfabrik NRW schließen so prominente Podien ein wie den Konzertsaal der „Verbotenen Stadt“ in Peking, Kyoto Concerthall, die Kathedralen von Tokyo und Moskau, Hongkong Cultural Center , Alice Tully Hall, Trinity Church Wall Street und St. Patrick’s Cathedral in New York, La Madeleine, Paris und das Wiener Konzerthaus.

Rundfunk- und Fernsehaufnahmen bei vielen deutschen und internationalen Anstalten wie WDR, Bayerischer Rundfunk, 3SAT, Schweizer Rundfunk, Finnischer und Estnischer Rundfunk und BBC sowie zahlreiche CD-Aufnahmen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen.

Stefan Palm ist Professor für Orgel und Rektor der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Orgelkonzert

  • Girolamo Frescobaldi (1583 – 1643)
    • Bergamasca
    • Fiori musicali 1635
  • Jan Pieterszoon Sweelinck (1562–1621)
    • Echo Fantasie ionisch
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750)
    • Fantasie in G-Dur (BWV 572)
    • Fuge C-Dur Fuge aus der Sonate III BWV 1005 für Violine solo in der Bearbeitung für Orgel von Stefan Palm
      • Passacaglia und Fuge c-Moll BWV 582
      • Konzert a-moll BWV 593 I. Allegro – II. Adagio – III. Allegro
        • Bearbeitung des Konzertes op.3 Nr. 6 für zwei Violinen von Antonio Vivaldi
      • Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
        • Sonate B-Dur op.65 Nr.4
        • I. Allegro con brio
        • II. Andante religioso
        • III. Allegretto
        • IV. Allegro maestoso e vivace

      Sonntag, 23.06.
      19.00 Uhr

      [St. Maria]

      Veranstalter: Orgelförderverein Böblingen e.V.
      mit Unterstützung und in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Böblingen
      Verantwortlich: Hubertus Kless und Andreas Schweizer

      Veranstaltungsorte:
      St. Maria, Böblingen, Berliner Straße 14
      St. Bonifatius, Böblingen, Bonifatiusplatz

       

      Eintrittspreise je Konzert: 9 € / ermäßigt 7 € - Abonnement: für 4 Konzerte: 32 € / ermäßigt 25 € 

       

       Programmänderungen bleiben vorbehalten